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ÜBUNGEN 2011 |
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19.11.2011 Evakuierungsübung an der neuen Umlaufbahn "Ried - Gipfel" Am Samstag, den 19.11.2011 wurde wieder die alljährliche Evakuierungsübung am Kronplatz durchgeführt. Die Übung wurde auf Anfrage der Kronplatz Seilbahn AG von der Freiwilligen Feuerwehr Reischach in Zusammenarbeit mit dem Bergrettungsdienst Bruneck organisiert. Dieses Jahr wurde das zweite Teilstück der neuen Riedbahn als Übungsobjekt ausgewählt, dies entspricht ungefähr der Hälfte der gesamten Streckenlänge, wobei dieses Stück das technisch anspruchsvollere ist. Der erste Bereich von Percha bis Walchhorn ist von den Geländegegebenheiten um einiges leichter zu bewerkstelligen da hier alle Bereiche mit Fahrzeugen erreichbar sind. Desweiteren ist das Gelände hier ziemlich flach. Die Herausforderung am zweiten Teilstück waren teils ziemlich lange und hohe Spannfelder ( Längstes Spannfeld mit 321 m und zugleich auch das höchste mit 58 m ). Die gesamte Länge die im Ernstfall zu Evakuieren wäre beträgt 4.243 m mit einem Höhenunterschied von 800 m. Die Anlage ist die stärkste dieser Art die die Firma Leitner je gebaut hat, die Förderleistung beträgt 3.200 P/h. Sollte die Bergseite angenommen vollbesetzt sein befinden sich an die 700 Personen in der Bergfahrt und vielleicht noch einige in der Talseite. Vor Beginn der Übung wurde eine Besprechung und die Einteilung der Einsatzkräfte am Seilbahnhauptsitz in Reischach durchgeführt, hier befindet sich im Ernstfall auch immer die Haupteinsatzzentrale. Die anwesenden Rettungsorganisationen wurden hier als Retter und Fahrgäste eingeteilt. Anschließend wurden die Fahrgäste von Reischach aus mit der Umlaufbahn Kronplatz 2000 auf den Gipfel gebracht, von dort fuhren sie mit der im Vorjahr neu errichteten Gipfelbahn bis zur Herzl Alm. Von hier aus wurde die Riedbahn dann mit den Fahrgästen besetzt. Die Retter für den oberen Bereich wurden ebenfalls mit den selben Liftanlagen auf den Berg gebracht. Anschließend begeben sich die Mannschaften die jeweils aus 3 Feuerwehrmännern und 3 BRD Leuten bestehen zu Fuß von der Herzl Alm kommend zu den ihnen zugeteilten Abschnitten. Die Retter im unteren Bereich konnten ihre Abschnitte teils mit Fahrzeugen und Teils zu Fuß erreichen. Bei der Übung wurden 9 Gruppen eingesetzt ( 6 auf der Bergseite und 3 auf der Talseite ) für den Ernstfall sind laut Evakuierungsplan an die 16 Gruppen vorgesehen. Die Spannfelder sind unterschiedlich lang, im längsten Sektor befinden sich 10 Kabinen wobei hier im Ernstfall jeweils 10 Personen pro Kabine zu retten sind. Insgesamt befinden sich 104 Kabinen auf der gesamten Linie. Bei der Übung waren aus 47 Kabinen 123 Personen zu retten. Die Bergretter steigen beim Beginn des ihnen zugeteilten Sektor auf die Stütze auf und rutschen dann über das Tragseil zu der ersten Kabine. Dort angekommen öffnen sie die Tür und steigen in die Kabine ein, statten die Personen mit einem Dreiecksgurt aus und beginnen mit dem Abseilen. Sobald sie am Boden angekommen sind werden die geretteten von den Feuerwehrleuten registriert und über Funk an die Einsatzleitung weitergegeben wo sie dann genauestens nach Uhrzeiten und Kabinennummern erfasst werden. Die geretteten Personen werden von Feuerwehrleuten an die verschiedene Sammelpunkte begleitet und dort mit Fahrzeugen abgeholt. Sollte sich der Ernstfall im Winter zutragen werden für den Personentransport verschiedene Beförderungsmittel ( Pistenfahrzeuge, Ski Doos, Geländefahrzeuge und angrenzende Seilbahnen ) eingesetzt. Anschließend werden sie ins Tal begleitet. Sobald eine Kabine leer ist steigt der Bergretter wieder auf das Kabinendach und begibt sich zur nächsten. Als alle 123 Insassen wohlbehalten im Tal angekommen waren, konnten alle Teilnehmer die neue Anlage bei einer Probefahrt bis auf den Gipfel testen. Dort angekommen konnten sich alle Beteiligten bei einem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant Kron, das die Kronplatz Seilbahn AG offrierte stärken. Nach dem Mittagessen wurde die Übung nochmals bei einer kurzen Besprechung analysiert. Bei der Besprechung kamen der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Reischach Regensberger Siegfried, Direktor der Kronplatz Seilbahn AG Dr. Ing. Dorfmann Andreas, Bergrettungsstellenleiter Niedermair Karl und Abschnittsinspektor Oberparleiter Karl zu Wort und bedankten sich bei allen Beteiligten. Die Probleme die es bei einer Übung dieser Größenordnung immer geben wird, werde man versuchen in einer Nachbesprechung untereinander aufzuarbeiten. ÜBERSICHT
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